Archäologische Ausgrabungen in Hallstatt

Was so alles ans Licht kommt!

Im Zentrum von Hallstatt gibt es ja viel zu sehen: Ein erlebnisreiches Welterbemuseum, eine imposante Totenschädelsammlung, historische Plätze, malerische Gassen und eine Vielzahl an historischen Bauten. Aber wussten Sie schon, dass ein ganz besonderer Keller im Ortskern schon vor Jahren Geschichte geschrieben hat?

Kurzer Abstecher in die Historie

Denn immer wenn man „Im schönsten Seeort der Welt“, wie Hallstatt zu Beginn des 19. Jahrhunderts vom Weltreisenden Alexander von Humboldt bezeichnet wurde, tief in die Erde gräbt, stößt man unweigerlich auf die Zeugen jahrtausendalter Geschichte. Auch dem Kaufmann Friedrich Janu ist es so ergangen. Als er den Keller seiner Sportgeschäftes erweitern wollte, stieß er auf zum Teil sensationelle Funde und Jahrhunderte alte Siedlungsreste.

Die Vorfahren der heutigen Hallstätter lebten in einer abgeschiedenen Welt, tief im Gebirge. Niemand von auswärts durfte sich hier niederlassen. Das Salzkammergut war eine einzige große Grundherrschaft. Die Haupteinnahmequelle war das Salz, und jeder der hier lebte, war entweder direkt oder indirekt mit dem Salz verbunden. Es war die Arbeit im Bergbau und in der Sudhütte, die Arbeit mit den Salzschiffen und im Holzwald. Der Zusammenhalt der Menschen war groß und ihr Brauchtum spielte eine entscheidende Rolle. So zeigen wir auch das Leben abseits vom Broterwerb, das Leben in der Freizeit, die Beschäftigung mit der Volksmusik, in den Schützenvereinen, das Leben im Holzwald, als Vogelfänger, als Jäger und Fischer, und in den Glaubensgemeinschaften. Ein Leben, das sehr intensiv gelebt wurde aber auch mit viel Spaß und vor allem mit viel Musik verbunden war. Es war ein Leben, aus dem man schöpfen und das für den weiteren Lebensweg viel mitgeben konnte - die Grundlage für das Leben der heutigen Hallstätter.

Die archäologischen Ausgrabungen unter dem Sportgeschäft Janu im Ortskern von Hallstatt, direkt gegenüber dem Welterbemuseum, sind nicht nur eine geniale Alternative an regnerischen Urlaubstagen im Salzkammergut, sondern bieten auch dem Tagesgast – der oftmals nicht viel Zeit hat – einen historischen Einblick in die Jahrtausende alte Geschichte des weltberühmten Salzgewinnungsortes.

Informationen auf einen Blick

  • Öffnungszeiten:
    Montag bis Sonntag
    09.00 - 18.00 Uhr
    in den Sommermonaten (Juli und August) auch bis in die frühen Abendstunden!
    Die Besichtigung ist zu den Geschäftszeiten möglich und ist kostenlos.