Naturerlebnis Echerntal

Von Gletschertöpfen und Glücksplätzen

Wenn Sie einmal so richtig durchatmen, Ruhe einkehren lassen oder einfach mit der Familie auf Entdeckungstour gehen wollen, dann nichts wie rein ins romantische Echerntal von Hallstatt. Fernab der hektischen Tourismuswege bietet das schmale Tal zwischen dem mächtigen Hirlatz und der steilen Echernwand seinen ganz besonderen Reiz an Sehenswürdigkeiten: Der einzigartige Gletschergarten mit seinen steinernen Zeitzeugen und der majestätische Wasserfall “Waldbachstrub“ zählen bei einem Besuch in Hallstatt zu den schönsten Ausflugszielen der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut. Allerdings sollten Sie ein wenig Zeit mitbringen, das Echerntal ist nichts für eilige Kurzzeittouristen – sondern etwas für Genießer und Naturliebhaber! Denn bereits im 19. Jahrhundert haben sich zahlreiche Maler und Schriftsetller von der beeindruckenden Landschaft am Fuße des Dachstein inspirieren lassen. Für die zirka drei bis vierstündige Tour, je nach Aufenthaltsdauer bei den Sights, empfehlen wir festes Schuhwerk. Diese Zeit gehört Ihnen! Nachfolgend stellen wir Ihnen diese Sehenswürdigkeiten etwas genauer vor. Wir wünschen viel Vergnügen bei Ihrer ganz persönlichen Entdeckung des Hallstätter Echerntals.

Hallstätter Gletschergarten

Der Hallstätter Gletschergarten ist ein Relikt der letzten Eiszeit, deren Gletscher sich im Spätglazial, vor rund 12000 Jahren, aus dem Echerntal zurückzogen. Die Bildung der Gletschertöpfe ist auf die Erosionstätigkeit des Gletscherwassers zurückzuführen. Das mit hohem Druck und großer Geschwindigkeit unter Gletschern fließende trübe Schmelzwasser führt große Mengen Gesteinspartikel mit, welche eine Schleifwirkung ähnlich einem Sandstrahlgebläse haben. Unebenheiten der Felsoberfläche führen zu Wirbelbildungen und im Zusammenhang mit Härteunterschieden im Gestein sowie bewegten Geröllen zur Ausbildung unterschiedlicher Formen von Gletschertöpfen.

Die Vermutung, dass es sich bei diesen Bildungen um Bachkolke handeln könnte wird durch die Tatsache widerlegt, dass sich Gletschertöpfe auch außerhalb des Dürrenbaches im Waldbereich finden lassen und sie außerdem mit Bachschotter und Geröll aufgefüllt waren. Der Dürrenbach, in dessen Bachbett der Gletschergarten liegt, führt nur nach starken Niederschlägen und während der Schmelzphase größere Wassermengen. Er entwässert riesige Karsthohlräume der westlichen Hierlatzhöhle.

Veranstaltungen

14. Aug. 2015, 14:00 — 16:00

Ort: 
Echerntal Parkplatz, 4830 Hallstatt

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© Kraft | Kraftplatzwanderung durchs Echerntal in Hallstatt

Knapp nach der Jahrhundertwende wurde die erdgeschichtliche Bedeutung dieser Eiszeitbildungen von Dr. Friedrich Morton, dem Kustos des örtlichen Museums erkannt und für Besucher zugänglich gemacht. Kriegsbedingt verfallen die Steiganlagen allerdings und der Dürrenbach verfüllt die Gletschertöpfe mit Geschiebematerial. Erst Ende des 20.Jahrhunderts erfolgt eine Sanierung und Neuanlage der Steige sowie eine Freilegung der schönsten Gletschertöpfe vom Riesenkessel bis zum Simonykessel. Besonders die Riesenschnecke, durch welche das Wasser 10m tief spiralförmig hinunterstürzt und im Felsentor wieder austritt, ist ein einmaliger Anblick.

Der Gletschergarten liegt im Echerntal rund 3 km südwestlich vom Ortszentrum des Marktes Hallstatt in unmittelbarer Nähe der Talstation der Materialseilbahn zum Wiesberghaus. Der Zugang erfolgt über die Forststraße am Simonydenkmal RP1 vorbei (Wanderweg 601) direkt zur Dürrenbachbrücke, dem höchsten Punkt des Gletschergartens.

Waldbachstrub Wasserfälle

Der Wanderweg zu den atemberaubenden Wasserfällen führt durch das wildromantische Echerntal. In kurzer, gut beschilderter Weg führt von Hallstatt zu den Waldbachstrub- Wasserfällen. Aus einer gewaltigen, 90 Meter hohen Klamm, die sich in drei Stufen gliedert, stürzen die Wassermassen brausend und tosend in die Tiefe. Eine Bank lädt dort zur Ruhe und Besinnung ein und man kann das Naturschauspiel der vielen Wasserfälle bewundern. Die Waldbachstrub-Wasserfälle sind ein Wanderziel, das nicht nur von den Sommergästen, sondern auch von den Einheimischen gerne aufgesucht wird.

Es gibt viel zu entdecken!

Das Simonydenkmal ist eine Gedenkstätte zur Erinnerung an den großen Dachsteinforscher Prof. Dr. Friedrich Simony (1813-1896), der ab 1840 das Dachsteingebiet wissenschaftlich erforscht hat. Um die Jahrhundertwende stand dort ein Pavillon (Gartenhaus), von privaten Spendern als Raststätte im Echerntal errichtet. Bei der großen Sturmkatastrophe im Jahre 1905 wurde dieses Häuschen zerstört. Auch der Wald von der Mitterwand bis ins Echerntal fiel der Katastrophe zum Opfer. Der Platz beim Simonydenkmal wird auch heute noch mit „Pavillon" bezeichnet.

Gletschergarten

Im Hallstätter Echerntal liegt das großartige Naturdenkmal „Gletschergarten“, das im Jahre 1926 entdeckt wurde. Der Hallstätter Gletschergarten ist ein Relikt der letzten Eiszeit, deren Gletscher sich vor 12.000 Jahren zurückzogen.

» Gletschergarten

Waldbachstrub Wasserfall

Hallstatt| Waldbachstrub: Beieindruckender Wasserfall im wildromantischen Hallstätter Echerntal. Glücksplatz mit Kultfaktor!

» Glücksplätze: Waldbachstrub Wasserfall

© Kraft Waldbachstrub Wasserfall in Hallstatt

Wanderung durch romanische Echerntal

Hallstatt | Echerntal-Rundgang: Eine Wanderung, die von jedermann geschafft werden kann und die mit ihren landschaftlichen Reizen zu jeder Jahreszeit die Wanderer in den Bann zieht.

» Die Kraft des Wassers: Unterwegs durchs Echerntal

Zum Ursprung des wilden Waldbachs

Hallstatt | Waldbachursprung: Zirka dreistündige Wanderung durch das wildromantische Echerntal zur Quelle des Hallstätter Waldbaches. Die ideale Tour für einen sonnigen Sommernachmittag.

» Wanderung zum Waldbachursprung

© Kraft | Wandern in der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut: Impressionen von der Wanderung zur Quelle des Waldbaches in Hallstatt

Erst sehen Sie die pure Natur, den tosenden Waldbach, die beeindruckenden Wasserfälle und das Naturwunder Gletschergarten. Dann entdecken Sie kleine gemütliche Winkel, romantische Spazierwege und die einzigartigen Kraftplätze. Dies alles hat bereits Kaiser und Könige, Entdecker, Wanderer, romantische Maler, Poeten, Literaten, Höhlenforscher, Jäger und Wilderer ihren Bann gezogen. Der Themenweg “Forscher, Maler, Literaten“ gibt einen Einblick in die jahrtausendealte Geschichte des wildromantischen Echerntals.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für einen Besuch im Hallstätter Echerntal. Wir empfehlen ihnen einen Nachmittagsausflug, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie Gletschergarten, Waldbachstrub Wasserfall, Felszeichnung, Themenweg und Glücksplatz zu erkunden. Wer sich von der Talstation der Salzbergseilbahn auf den Weg macht, sollte 3 bis 4 Stunden einplanen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und einen unvergleichlichen Urlaub in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut.

Informationen auf einen Blick

  • Hinweis: Die Geschichte des Gletschergartens. Mehr lesen...
  • Nähere Informationen finden Sie im Wanderführer "Dachstein", der um zirka Euro 5,80 (in deutsch und englisch) im Tourismusbüro Hallstatt und in den anderen Geschäftsstellen im Inneren Salzkammergut erhältlich ist (ingesamt finden Sie im Wanderführer ca. 40 Wanderungen rund um Hallstatt)

  • Kontakt zum Tourismusbüro Hallstatt
    in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut
    Seestraße 99
    (Busterminal nach dem Tunnel im Gebäude der Sparkasse Hallstatt)
    A - 4830 Hallstatt
    Telefon +43 (0) 6134-8208
    Fax: +43 (0) 6134-8352
    E-Mail: hallstatt@dachstein-salzkammergut.at
    Link-Tipp: Tourismusbüro Hallstatt

    Öffnungszeiten Tourismusbüro Hallstatt
    Jänner bis Juni & September bis Dezember: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 17.00 Uhr
    Juli und August: Mo. bis Fr. von 9.00 bis 18.00 Uhr / Sa. & So. von 9.00 bis 16.00 Uhr
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