Naturerlebnis Echerntal

Wer seinen Urlaub in der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein verbringt, sollte umgedingt einmal einen Abstecher in das Hallstätter Echerntal machen. Das schmale Tal, nur 15 Gehminuten vom Hallstätter Ortskern entfernt, zwischen Echerntalwand und dem mächtigen Hirlatz ist für Spaziergänger, Wanderer, Naturliebhaber, ebenso wie für Jogger, Nordic Walker und Kletterer der Inbegriff zum Kraft tanken und Engerie schöpfen, weit ab der Tourismusströme.

Für Entdecker und Naturfreunde

Erst sehen Sie die pure Natur, den tosenden Waldbach, die beeindruckenden Wasserfälle und das Naturwunder Gletschergarten. Dann entdecken Sie kleine gemütliche Winkel, romantische Spazierwege und die einzigartigen Kraftplätze. Dies alles hat bereits Kaiser und Könige, Entdecker, Wanderer, romantische Maler, Poeten, Literaten, Höhlenforscher, Jäger und Wilderer und ihren Bann gezogen. Der Themenweg “Forscher, Maler, Literaten“ gibt einen Einblick in die jahrtausendealte Geschichte des wildromantischen Echerntals.

Hallstätter Gletschergarten

Der Hallstätter Gletschergarten ist ein Relikt der letzten Eiszeit, deren Gletscher sich im Spätglazial, vor rund 12000 Jahren, aus dem Echerntal zurückzogen. Die Bildung der Gletschertöpfe ist auf die Erosionstätigkeit des Gletscherwassers zurückzuführen. Das mit hohem Druck und großer Geschwindigkeit unter Gletschern fließende trübe Schmelzwasser führt große Mengen Gesteinspartikel mit, welche eine Schleifwirkung ähnlich einem Sandstrahlgebläse haben. Unebenheiten der Felsoberfläche führen zu Wirbelbildungen und im Zusammenhang mit Härteunterschieden im Gestein sowie bewegten Geröllen zur Ausbildung unterschiedlicher Formen von Gletschertöpfen.

Die Vermutung, dass es sich bei diesen Bildungen um Bachkolke handeln könnte wird durch die Tatsache widerlegt, dass sich Gletschertöpfe auch außerhalb des Dürrenbaches im Waldbereich finden lassen und sie außerdem mit Bachschotter und Geröll aufgefüllt waren. Der Dürrenbach, in dessen Bachbett der Gletschergarten liegt, führt nur nach starken Niederschlägen und während der Schmelzphase größere Wassermengen. Er entwässert riesige Karsthohlräume der westlichen Hierlatzhöhle.

Knapp nach der Jahrhundertwende wurde die erdgeschichtliche Bedeutung dieser Eiszeitbildungen von Dr. Friedrich Morton, dem Kustos des örtlichen Museums erkannt und für Besucher zugänglich gemacht. Kriegsbedingt verfallen die Steiganlagen allerdings und der Dürrenbach verfüllt die Gletschertöpfe mit Geschiebematerial. Erst Ende des 20.Jahrhunderts erfolgt eine Sanierung und Neuanlage der Steige sowie eine Freilegung der schönsten Gletschertöpfe vom Riesenkessel bis zum Simonykessel. Besonders die Riesenschnecke, durch welche das Wasser 10m tief spiralförmig hinunterstürzt und im Felsentor wieder austritt, ist ein einmaliger Anblick.

Der Gletschergarten liegt im Echerntal rund 3 km südwestlich vom Ortszentrum des Marktes Hallstatt in unmittelbarer Nähe der Talstation der Materialseilbahn zum Wiesberghaus. Der Zugang erfolgt über die Forststraße am Simonydenkmal RP1 vorbei (Wanderweg 601) direkt zur Dürrenbachbrücke, dem höchsten Punkt des Gletschergartens.

Waldbachstrub Wasserfälle

Der Wanderweg zu den atemberaubenden Wasserfällen führt durch das wildromantische Echerntal. In kurzer, gut beschilderter Weg führt von Hallstatt zu den Waldbachstrub- Wasserfällen. Aus einer gewaltigen, 90 Meter hohen Klamm, die sich in drei Stufen gliedert, stürzen die Wassermassen brausend und tosend in die Tiefe. Eine Bank lädt dort zur Ruhe und Besinnung ein und man kann das Naturschauspiel der vielen Wasserfälle bewundern. Die Waldbachstrub-Wasserfälle sind ein Wanderziel, das nicht nur von den Sommergästen, sondern auch von den Einheimischen gerne aufgesucht wird.

Ihr Ruhepool im Hallstätter Echerntal

Waldbachstrub Wasserfall

Hallstatt| Waldbachstrub: Beieindruckender Wasserfall im wildromantischen Hallstätter Echerntal. Glücksplatz mit Kultfaktor!

» Glücksplätze: Waldbachstrub Wasserfall

© Kraft Waldbachstrub Wasserfall in Hallstatt

Es gibt viel zu entdecken!

Das Simonydenkmal ist eine Gedenkstätte zur Erinnerung an den großen Dachsteinforscher Prof. Dr. Friedrich Simony (1813-1896), der ab 1840 das Dachsteingebiet wissenschaftlich erforscht hat. Um die Jahrhundertwende stand dort ein Pavillon (Gartenhaus), von privaten Spendern als Raststätte im Echerntal errichtet. Bei der großen Sturmkatastrophe im Jahre 1905 wurde dieses Häuschen zerstört. Auch der Wald von der Mitterwand bis ins Echerntal fiel der Katastrophe zum Opfer. Der Platz beim Simonydenkmal wird auch heute noch mit „Pavillon" bezeichnet.

Unterwegs mit Malern, Forschern und Wilderern

Themenweg Echerntal

Echerntal | Hallstatt: Die einzigartige Naturlandschaft im Hallstätter Echerntal hat seit jeher Künstler und Wissenschaftler in ihren Bann gezogen. Begleiten wir sie bei ihren Entdeckungen.

» Echerntal

Erst sehen Sie die pure Natur, den tosenden Waldbach, die beeindruckenden Wasserfälle und das Naturwunder Gletschergarten. Dann entdecken Sie kleine gemütliche Winkel, romantische Spazierwege und die einzigartigen Kraftplätze. Dies alles hat bereits Kaiser und Könige, Entdecker, Wanderer, romantische Maler, Poeten, Literaten, Höhlenforscher, Jäger und Wilderer ihren Bann gezogen. Der Themenweg “Forscher, Maler, Literaten“ gibt einen Einblick in die jahrtausendealte Geschichte des wildromantischen Echerntals.

Unser Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für einen Besuch im Hallstätter Echerntal. Wir empfehlen ihnen einen Nachmittagsausflug, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie Gletschergarten, Waldbachstrub Wasserfall, Felszeichnung, Themenweg und Glücksplatz zu erkunden. Wer sich von der Talstation der Salzbergseilbahn auf den Weg macht, sollte 3 bis 4 Stunden einplanen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und einen unvergleichlichen Urlaub in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut.

Informationen auf einen Blick

  • Hinweis: Die Geschichte des Gletschergartens. Mehr lesen...
  • Nähere Informationen finden Sie im Wanderführer "Dachstein", der um zirka Euro 5,80 (in deutsch und englisch) im Tourismusbüro Hallstatt und in den anderen Geschäftsstellen im Inneren Salzkammergut erhältlich ist (ingesamt finden Sie im Wanderführer ca. 40 Wanderungen rund um Hallstatt)

  • Kontakt zur Ferienregion Dachstein Salzkammergut
    Tourismusverband Inneres Salzkammergut
    Geschäftstelle Hallstatt
    Seestraße 99
    (Busterminal nach dem Tunnel im Gebäude der Sparkasse Hallstatt)
    A - 4830 Hallstatt
    Telefon +43 (0) 6134-8208
    Fax: +43 (0) 6134-8352
    E-Mail: hallstatt@dachstein-salzkammergut.at
  • Öffnungszeiten der Tourismusinformation in Hallstatt
    Jänner bis Juni
    9.00 bis 13.00, 14.00 bis 17.00 Uhr
    Juli und August: Montag bis Freitag,
    9.00 bis 18.00 Uhr
    Sa/So, 9.00 bis 12.00, 12.30 bis 16.00 Uhr
    September Montag bis Freitag,
    9.00 bis 13.00, 14.00 bis 17.00 Uhr
    Samstag von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr
    Oktober: Montag bis Freitag, 9.00 bis 13.00, 14.00 bis 17.00 Uhr
    Novembe:r 9.00 bis 12.00 und 13.00 bis 15.00 Uhr
  • Mehr Informationen zu Hallstatt in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut

 

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