Das Salz, das die warmen Lagunen des urzeitlichen Tethys-Meeres vor rund 230 Millionen Jahren ausgedünstet haben, wurde vor 50 Millionen Jahren durch die titanischen Urkräfte der Kontinentalbewegung zu den alpinen Salzlagerstätten aufgeschoben. Unter hohen Felsgebirgen verbirgt es sich im weichen "Haselgebirge", einem Gemenge aus Ton, Gips und Salz.
Schon in der Jungsteinzeit hat das Salz die Menschen nach Hallstatt gelockt; seit 1300 v. Chr. wird der Abbau durchgehend betrieben. Und so funktioniert das heutige Salzbergwerk: Zuerst sprengt man Stollen ins salzhältige Gestein, das man dann mit Wasser auslaugt. Wenn die Sole - das Wasser mit dem gelösten Salz - den richtigen Sättigungsgrad erreicht hat, leitet man sie zur Saline, wo man sie wieder zu Salz versiedet. Das klingt einfach und doch erforderte es durch die Jahrhunderte ein kompliziertes Zusammenspiel verschiedenster Arbeitsbereiche - der Bergbautechnik, der Holzbeschaffung, der Salzversiedung, des Salztransportes und nicht zuletzt der Lebensmittelversorgung für die gesamte Region.