Der Themenweg durch das malerische Hallsattt bietet dem interessierten Wanderer neben der erholsamen Bewegung in der einzigartigen Naturlandschaft auch weitere Highlights in Form von Sehenswürdigkeiten und Informationen zu Kultur, Natur und Brauchtum. Spannende Geschichten um den weltberühmten Weltkulturerbeort lassen die über 7000 Jahre alte Geschichte wieder lebendig werden.
Haben Sie Lust auf eine Entdeckungsreise ins Herz des Salzkammerguts? Wollen Sie hören, wie der alte Salinenort Hallstatt beinahe abgebrannt wäre? Begeben Sie sich auf eine Zeitreise durch 7000 Jahre Hallstattzeit.
Was Hallstatt ausmacht, hat Rudolf Lehr - Journalist und Wahl-Hallstätter - auf den Punkt gebracht: "Sie wollen einsam sein? In drei Minuten sind Sie in der Einsamkeit. Nachdenklich...
Die Hallstätter müssen sehr harte Arbeiten verrichten, welche sie durch reichliche Nahrung und stärkende Getränke nicht ersetzen können.
Manche Kerntragerweiber trugen ihre Last selbst im hochschwangeren Zustand. Das direkt aus dem Gestein gebrochene Kernsalz findet heute noch als Lecksalz für das Wild bzw. das Vieh Verwendung.
Hallstatt macht den Eindruck, als sei es von einer Riesenhand tüchtig durcheinander geschüttelt, an den lotrecht aus dem schwarzen See aufsteigenden Felsen geworfen und kleben geblieben.
1923 gründete Friedrich Simony in Hallstatt eine botanische und meteorologische Station; zwischen 1925 und 1967 engagierte er sich als Kustos des Hallstätter Museums.
Das Volksleben wird im Museum Hallstat durch alte Musikinstrumente, Trachten und Weihnachtskrippen ebenso dargestellt wie durch eine original erhaltene Rauchkuchl.
Die Sole floss in Holzrohren direkt vom Salzberg zum Sudhaus herunter. Der immense Holzverbrauch dezimierte jedoch die Waldbestände im Inneren Salzkammergut. Aus diesem Grund ging 1607 im holzreicheren Ebensee eine neue Saline in Betrieb.
Die Hofkammer erließ 1490 eine Widmung, nach der die Bauern im fruchtbareren Alpenvorland, aber auch im steirischen Ennstal ihre Produkte nur ins Salzkammergut liefern durften...
Die neugotische evangelische Christuskirche besteht seit 1863, nachdem durch das "Protestantenpatent" Kaiser Franz Josephs I. der evangelische Glaube dem katholischen völlig gleichgestellt worden war.
1842 überschritt Friedrich Simony erstmals den 2995 Meter hohen Dachstein...
Ab 1868 konstituierte sich in Hallstatt der erste Arbeiterbildungsverein Oberösterreichs...
Am 20. September 1750 legt ein Feuer den größten Teil des Marktes in Schutt und Asche legte: Vier Menschen starben damals; 35 Häuser gingen in Flammen auf.
Die Anlage des Marktplatzes geht auf das 14. Jahrhundert zurück; die meisten seiner Bürgerhäuser stammen aus dem 16. Jahrhundert.
Wortgewaltige Dichter - von Johann Nestroy über Nikolaus Lenau bis Carl Zuckmayer - oder Publikumslieblinge wie Alexander Girardi und Marlene Dietrich haben sich in die Hallstätter Fremdenbücher eingetragen.
Um 1900 sorgten in Hallstatt bereits drei Hotels, zehn Gasthäuser und eine Brauerei für das leibliche Wohl der immer zahlreicher werdenden Gäste...
Die soziale Situation im Salinenwesen war meist besser als in anderen Wirtschaftsbereichen. Ein Spital für Kranke und Hilfsbedürftige gab es hier schon im 16. Jahrhundert und um 1565 hatten die Arbeiter bereits Anspruch auf kostenlose ärztliche Hilfe.
Die ältesten Fundstücke stammen aus der Steinzeit. Hallstatt war damals Mittelpunkt einer "Frühform europäischer Einheit", die von Frankreich bis Slowenien reichte: Die Historiker nennen diese Epoche seit 1874 "Hallstattkultur".
Immer wieder waren die Bergleute auf die Spuren ihrer prähistorischen Vorgänger gestoßen. 1734 entdeckten sie sogar einen vollständig konservierten "Mann im Salz", den sie jedoch - als offensichtlichen Heiden - gleich wieder verscharrten.
Die Schmiede reparierten Werkzeug, beschlugen Pferde und Wägen und stellten die gewaltigen Eisenbleche für die Sudpfannen her, die man von auswärts gar nicht hertransportieren konnte.
Der historische Rudolfsturm war einst Wehrturm zur Verteidigung des Salzes gegen Feinde und diente dem Bergwerksleiter als Wohnung.
Vor dem Bau der Strassen war Hallstatt nur auf Saumwegen oder per Boot zu erreichen...
Alexander von Humboldt, ein weitgereister Forscher des 18. und 19. Jahrhunderts, nannte Hallstatt "den schönsten Seeort der Welt".
Schon in der Jungsteinzeit hat das Salz die Menschen nach Hallstatt gelockt; seit 1300 v. Chr. wird der Abbau durchgehend betrieben.
Wer in die Tiefe der Zeit eintauchen will, muss in Hallstatt nach oben - dorthin wo die Menschen unglaubliche Mühen auf sich nahmen und technische Meisterleistungen erbrachten...