Grünes Gold

Dieses Material erinnert daran, dass hier seit Menschen Gedenken Holz geschlägert wurde: Für die Schaffung von Siedlungsraum und Almen, für den Hausbau und Gebrauchsgegenstände von der Wiege bis zum Sarg, für Werkzeug und Waffen - und für die Bereitstellung von Brennmaterial für die stets „gefräßigen" Sudpfannen: Grob gerechnet brauchte man für die Erzeugung von 40 Kilo Salz etwas mehr als 100 Kilo Brennstoff. So hackte man um die Mitte des 14. Jahrhunderts allein für die Hallstätter Saline jährlich mehr als 70 Hektar Wald um. Aus dem Jahr 1565 ist der Verbrauch von „210 Pfannen Widholz" (eine Pfanne = 410,4 Raummeter) überliefert.

Unmengen von Holz benötigtem man auch für die Bauten, Wege und Stollenabstützungen im Salzbergwerk, für die Rohre der Soleleitungen und die Flösser („Küfel") zur Salzlagerung, für die Boote („Fuhr"), mit denen der gesamte Transport über den See abgewickelt wurde, für die Flussverbauungen und die Trifteinrichtungen - und nicht zuletzt für die Traunflößerei und die Schiffe zum Salztransport: Allein zwischen 1719 und 1726 gingen 13.711 „Kipfen" (Naturgebogene Wurzelstücke) für die Schiffsrippen auf.

 

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