Wirtschaftliche Impulse brachte auch der Bau der Salzkammergutbahn, die ursprünglich über Hallstatt verlaufen sollte. Am 23. Oktober 1877 weihte die Lokomotive „Hallstatt " die Strecke zwischen Attnang-Puchheim und Stainach-Irdning ein, auf der nun auch das Salz transportiert wurde. Das rauchende Ungetüm fraß nicht nur Braunkohle, sondern lieferte sie (ab 1884) auch für die Feuerung der Hallstätter Sudpfannen - damit waren die Holztrift und die Köhlerei im Salzkammergut beendet. Durch den Bau des Bahndammes wurde das Seeufer ein wenig zurückgedrängt; dort entstand in den Jahren 1886/ 87 ein kleiner Hafen für die Kohlen-und Salzverladung. Obertraun erhielt eine mehrgleisige Bahnstation, da die Strecke über den Koppen nach Aussee steil ist und oft den Einsatz einer zweiten Vorspann- oder Schiebelok notwendig machte.
Nicht immer fuhr die Bahn zum Nutzen der Bevölkerung: Im Kriegsjahr 1942 führte man ein Versuchsschießen mit einem Eisenbahngeschütz durch, bei dem das Gasthaus Koppenrast beschädigt und ein Bahnwärterhaus zerstört wurde.