Schon im 16. und 17. Jahrhundert, mit der Errichtung neuer Sudstätten in Ischl und Ebensee, begann der Bedarf an Arbeitern in Hallstatt drastisch zu sinken. Auch die Arbeit in den Gosauer Forsten wurde weniger: 1792 gingen nur mehr 16.000 Kubikmeter Holz nach Hallstatt, wo man die Saline 1887 von Holz- auf Kohlefeuerung umstellte. Armut und Mangelernährung breiteten sich aus und die wirtschaftliche Lage der Gemeinde blieb bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkriegs äußerst schwierig. Allerdings deutete sich Ende des 19. Jahrhunderts ein neuer Wirtschaftszweig an: der Tourismus.
1819 erstieg der „Schladminger Jakl" (Jakob Buchensteiner) den 2947 Meter hohen Torstein - in der Annahme, den höchsten Gipfel des „ewigen Schneegebirges" bezwungen zu haben. 13 Jahre später erreichte der Filzmooser Bauer Peter Gappmayr den Gipfel des Hohen Dachsteins (2993 m) über den Gosaugletscher. Schon 1834 malte Adalbert Stifter die Holzmeisteralm am Gosausee ; 1845 verewigte er Gosau und den Dachstein in seiner Novelle „Bergkristall ": Die Schönheit der Gebirgslandschaft hatte das Interesse der „Stadtleut" erregt.