Jakob von Alt malte 1860 die Seeklause vom Vorderen Gosausee. Die Stelle, wo heute eine Schussrinne.den See vor dem Überlaufen sichert, wurde schon seit dem 17. Jhdt. für den Bau technischer Anlagengenutzt: Eine Seeklause wurde fast 300 Jahre lang zur Holztrift eingesetzt. Der größte Teil des in Hallstat t für die Salzgewinnung benötigten Brennholzes wurde im waldreichen Gosautal gewonnen. Der Transport zu den Hallstätter Sudstätten wurde am billigsten und einfachsten mit Hilfe der Wasserkraft durchgeführt. Ein triftiges Argument bei der Kostenersparnis. Um genügend Wasser für den Transport verfügbar zu haben, wurde am Vorderen Gosausee eine Seeklause errichtet, mit der man das Wasser stauen und zum gewünschten Zeitpunkt ablassen konnte.
Das Holz konnte dadurch bis zur Hauptklause am Ende des Gosautales und von dort weiter bis zur Gosaumühle am Hallstättersee getriftet werden. Manchmal wurden große Holzmengen von 4000-5000 Raummeter vom Hochwasser innerhalb weniger Stunden in den Gosaumühlrechentransportiert. Triftbauten waren im Salzkammergut schon am Beginn des 14. Jahrhunderts in Betrieb. Die Klause am Gosausee wurde erstmals 1628 erwähnt, und zwar in einer Rechnung zu deren Ausbesserung. In den Jahren 1895-1905 wurde der Gosaubach reguliert und zum Schutz der Uferbauten durften statt dem zwei Meter langen Triftholz nur mehr Meterscheiter getriftet werden. In Betrieb war die Klause bis 1911.
Ab diesem Zeitpunkt wurde der Vordere Gosausee als Speichersee zur Stromgewinnung umgestaltet. Deshalb konnte von 1911 weg nur mehr bei Schnee- und Hochwasser getriftet werden. Die Brennholztriftwurde 1934 eingestellt, weil die Instandhaltung des Rechens in der Gosaumühle zu teuer wurde.