Egal, ob Sie Bad Goisern am Hallstättersee nur kurz oder für einige Tage besuchen, ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – Goisern hat zu jeder Jahreszeit und für jeden Gast seinen ganz besonderen Reiz. Ein Urlaub im Bad Goisern hat immer Saison! Neben den beiden Museen, zahlreichen Gotteshäusern und einer beeindruckenden Glasgalerie bietet Bad Goisern am Hallstättersee noch viele andere sehenswerte Plätze und Gebäude. Wer in Welterbeort einen Spaziergang unternimmt, wird überrascht sein wie viel es an Sehenswertem zu entdecken gibt. Hier haben wir einige interessante und sehenswerte Plätze und Gebäude in Bad Goisern für Sie zusammengestellt.
Bad Goisern ist ein Ort mit langer Geschichte - urkundlich fassbar allerdings erst seit dem 14. Jahrhundert unter dem Namen Gebisharn (in einem Passauer Urbar, um 1325). Um 1800 begann die touristische Erschließung der Region, der touristische Aufschwung begann aber erst richtig mit der Einführung der Eisenbahn, die das Gebiet leicht erreichbar machte. Seither ist das Innere Salzkammergut eine beliebte Tourismusdestination, was mit der Ernennung zum Welterbe 1997 auch international gewürdigt wurde. Bad Goisern am Hallstättersee gehört seit 2001 zum Mehrgemeindigen Tourismusverband Dachstein-Salzkammergut. Speziell im Bereich Mountainbiken und Wandern im Sommer sowie Rodeln und Langlaufen im Winter konnte sich Bad Goisern als beliebtes Reiseziel etablieren.
Das weite, beschauliche Goiserertal reicht von Hallstatt im Süden bis Bad Ischl, der Sommerfrische des Kaisers im Norden. Von Bergen umrahmt schmiegt sich das von Hubert von Goisern so geliebte Tal sanft in die Landschaft. Im Blickwinkel des Dachsteins wird Urlaub in der UNESCO Welt- und Naturerberegion richtig erlebbar. Ob Mountainbiken oder Wandern im Inneren Salzkammergut kann man noch seine Freizeit genießen.
Der Ausgangspunkt für diesen etwa 1,5 Std. dauernden "historischen Spaziergang" ist die Kurdirektion im Höplingerhaus. Die Kirchengasse fürht zur kath. Kirche, von wo über ein enges Gässchen der Marktplatz erreicht wird. Am Gemeindeamt vorbei gehen wir nun auf der Marktstraße zum Konsumverein und weiter zur evang. Kirche, wobei wir die heuer 100 Jahre alte Volksschule passieren. Der Ramsaustraße folgend führt der Themenweg vor der Goisererbrücke rechts der Traun entlang auf dem Traunreiterweg bis zum Bahnübergang. Vorbei an der Stahelschießhütte & Holzknechtmuseum zur Goiserermühle und Kurpark.
Erstmals erbaut im 14. Jhdt., 1548-1552 nach einem Brand neu aufgebaut. 1836-1839: Erweiterungsbau, Barockaltar aus 1691, von einem Gmundner Bildhauer angefertigt. Martinsbild aus 1845 vom Wiener Maler Josef Binder, Heiligen- u. Engelplastiken am Hochaltar aus der Barockzeit. In der kath. Pfarrkirche Bad Goisern befinden sich auch sechs wertvolle, doppelseitig bemalte gotische Bildtafeln aus der Werkstätte Frueauf d. Ä., der um 1495 in Salzburg tätig war.
Ihre Baugeschichte ist ein Stück Kirchengeschichte! 1782 durften die Evangelischen ein Bethaus aus Holz errichten, das in den Jahren 1813 bis 1816 durch einen Steinbau ersetzt wurde.Aber noch immer konnte man dem Gebäude nicht ansehen, welchem Zweck es diente. Lediglich die Rundbogen ließen einen Schluß zu.
Sie waren gegen die Anordnung der Bauaufsicht angebracht worden, damit das Bethaus ein klein wenig nach Kirche aussah. Deswegen wurde auch die Apsis in das Innere des Hauses verlegt. Erst 1859 erhielt das Gebäude einen Kirchenturm mit Glocken und Uhr.
Das Konrad Deubler (1814 bis 1884) Denkmal befindet sich im Kurpark von Bad Goisern. Es dient zur Erinnerung an den wegen seines freien Denkens verfolgten Goiserer Bauernphilosophen Konrad Deubler (1814-1884). Jedes Jahr findet Anfang Juni ein Konrad Deubler Symposion in Bad Goisern statt! Große Verdienste erwarb er sich in den Anfängen der oberösterreichischen Arbeiterbewegung und um die Hebung des Fremdenverkehrs. - Mehr erlesen: Der Philosoph von Goisern
Das Heimatmuseum Bad Goisern wurde im Jahre 1981 vom Heimatverein im ehemaligen "Auszugshaus" der Goiserermühle eröffnet, nach dem das Haus mit Unterstützung der Marktgemeinde Bad Goisern und OÖ. Landesregierung renoviert, für die Museumszwecke adaptiert und eingerichtet worden war. 1992 wurde es durch das Landlermuseum erweitert. Mehr erlesen...
Das Forstwesen spielte im Salzkammergut eine große Rolle, da Bergwerke und Salinen einen enormen Holzbedarf hatten.Im Jahre 1977 wurde eine alte Salzkammergut-Holzknechtstube, die "Dürrenholzstube", im Weißenbachtal abgetragen, vom Heimatverein im ortsnahen Müllnerwäldchen in Goisern neue aufgestellt, und mit altem Gerät und Werkzeug eingerichtet und zu einem Holzknechtmuseum ausgestaltet.
Es ist ein aus Rundhölzern gezimmertes Gebäude, in dem die Arbeiter ihre Bettstatt, die sogennannte "Grat" hatten und in dem den Besuchern gezeit wird, wie die Holzknechte einst als "Auslieger" während der Arbeitswoche fern von ihrer Familie in der Stube wohnten. An den großen offenen Feuerstelle kochte jeder für sich eine Holzknechtnocken, seinen Mehlschmarrn und andere kräftige Schmalzkost. Aus Bildern und anderen Schauobjekten gewinnt der Besucher einen Überblick über die schwere und gefährliche Arbeit der Holzknechte.
Im stilvollen Ambiente der Galerie am Kurpark werden Bilder, Skulpturen und Objekte nationaler und internationaler Glaskünstler präsentiert. Das offene Atelier der Glasgalerie - gewährt Interessierten einzigartige Einblicke in die vielfältigen Handwerkstechniken der Glasbearbeitung wie Email-Malerei, Fusing, Bleiverglasung oder Sandstrahlen. Glasbearbeitungskurse - bieten die Möglichkeit, gemeinsam mit den Goiserer Glaszauberern in die faszinierende Welt des Glases einzutauschen und seiner eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Architektonische Projekte - wie Tür- und Fenstergestaltungen, hinterleuchtete Wände, funktionale Möbelobjekte und Mosaike aus Glas.