Natura Trail - Naturschätzen auf der Spur

Eine Jahrtausende alte Natur- und Kulturgeschichte

Österreich ist bekannt für seine Vielzahl an Naturschönheiten. Von weitgehend naturbelassenen Berggipfeln spannt sich der Bogen zu vom Menschen im Laufe der Jahrhunderte geschaffenen Kulturlandschaften - alle Heimat einer beeindruckenden Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Viele dieser Landschaften stehen unter gesetzlichem Schutz, um sie auch für zukünftige Generationen zu erhalten. Seien es nun Landschafts-, Naturschutz-, die neuen Natura 2000-Gebiete oder Nationalparks, sie alle haben den langfristigen Schutz bedeutsamer Lebensräume im Einklang mit den Bedürfnissen der örtlichen Bevölkerung zum Ziel. Weitere Infos zu den Natura Trail-Gebieten gibt es hier...

Der Dachstein: Naturjuwel im Salzkammergut

Eingebettet im malerischen Seengebiet des Salzkammergutes bei Hallstatt - im Dreiländereck Oberösterreich, Steiermark und Salzburg - erhebt sich das Dachsteingebirge majestätisch mit seinem höchsten Gipfel, dem Hohen Dachstein, bis zu einer Seehöhe von 2995 m. Viele Mythen und Geschichten ranken sich um dieses Gebiet, übt doch der Dachstein seit jeher eine besondere Faszination auf den Menschen aus.

Die Besonderheit des Gebietes liegt nicht nur in den vielfältigen landschaftlichen Attraktionen wie der Karstlandschaft, den schroffen Felsabhängen, sanften Almen und idyllischen Seen, sondern auch tief in seinem Inneren. Hier befinden sich das älteste Salzbergwerk der Welt sowie eine geheimnisvolle und weitverzweigte Höhlenwelt mit der Rieseneishöhle, der Mammuthöhle, der Koppenbrüllerhöhle und der Hirlatzhöhle. Dank der landschaftlichen Vielfalt finden zudem auch zahlreiche, teils gefährdete Tier- und Pflanzenarten im Dachsteingebiet ihren Lebensraum.

Aktueller Blick auf's Wetter

Webcam Krippenstein

Impressionen aus der Dachstein Wanderwelt und Freesports Arena Krippenstein: Blick von der Bergstation zum Dachsteingletscher bei einem Urlaub in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut.
mehr...

Webcam Webcam Krippenstein

Natur und Mensch prägen die Jahrtausende alte, einzigartige Natur- und Kulturlandschaft. Die ältesten Besiedelungsnachweise werden auf ein Alter von 7000 Jahren datiert. Vom 8. bis zum 5. Jahrhundert v. Chr. gab es eine blühende Hochkultur - nach den zahlreichen Gräberfunden oberhalb Hallstatts „Hallstattkultur " genannt - die ihren Reichtum dem Salz verdankte. Der Salzabbau fand durch eine Naturkatastrophe (vermutlich ein Bergrutsch) einen Rückschlag. Nach den Kelten und Römern wurde erst im 13. Jahrhundert wieder Salz in größeren Mengen abgebaut. Heute ist das Salzbergwerk für BesucherInnen zu besichtigen.

Veranstaltungen

Datum: Di, 19. Sep. 2017 , 08:00 — 15:00
Ort:  Dachstein-Krippenstein-Seilbahn, Winkl 34 4831 Obertraun
Hochalpine Tour von der Gjaidalm über das Wiesberghaus nach Hallstatt. Für Bergerfahrene. Zirka 6-7 Stunden.

mehr...

Viele Maler und Schriftsteller haben sich durch diese Landschaft inspirieren lassen. So auch Adalbert Stifter, der hier Mitte des 19. Jahrhunderts das Werk „der Bergkristall" schrieb. "Es lebt kein Mann und Greis in dem Dorfe, der nicht von den Zacken und Spitzen des Berges, von seinen Eisspalten und Höhlen, von seinen Wässern und Geröllströmen etwas zu erzählen wüsste, was er entweder selbst erfahren, oder von anderen erzählen gehört hat." Stifter: Der Bergkristall (1853)

Gletscher, Karst und Höhlen: Landschaft mit doppeltem Boden

Die Geschichte des Dachsteinmassivs begann vor mehr als 250 Mio. Jahren mit der Bildung von Salzlagerstätten durch die Austrocknung eines Meeresbeckens. Die Triaskalke, die den mächtigen Berg hauptsächlich aufbauen, bildeten sich durch Ablagerungen in einem flachen Meer etwa 50 Mio. Jahre später. Erst nach weiteren mehr als 100 Jahrmillionen kam es durch Verschiebungs- und Faltungsprozesse der Erdkruste zur Hebung der Alpen mit dem Dachsteinmassiv.

Während der Kaltzeiten des Eiszeitalters reichten die Dachsteingletscher zeitweise bis zum Nordende des Traunsees und formten auch das sanft in die Landschaft eingeschnittene u-förmige Echerntal. In der Gipfelregion sind bis heute einige Gletscher vorhanden, von denen der Hallstätter Gletscher der mächtigste ist. Sie zählen übrigens zu den östlichsten der Alpen. Durch die kontinuierliche Klimaerwärmung befinden sie sich im Rückzug.

Der Dachstein bildet eines der größten und imposantesten Karstmassive Österreichs. Charakteristische Karsterscheinungen an der Oberfläche sind Karren (Rinnen) und Dolinen (trichterförmige Senken), durch die das Regen- und Schmelzwasser von der Oberfläche in die zahlreichen Risse, Spalten und Fugen des Untergrundes gelangt. Sowohl an der Oberfläche als auch im Untergrund wird der Kalkstein unter Mitwirkung des im Wasser enthaltenen Kohlendioxids gelöst. Fugen im Untergrund werden so allmählich zu großen Hohlräumen - den Höhlen - erweitert.

Während die Einheimischen schon lange von der Existenz der Höhlen wussten, die sie teilweise als Keller benutzten, begann die systematische Erforschung der Höhlen 1909 mit der Koppenbrüllerhöhle. Die wissenschaftliche Erforschung der Dachsteinhöhlen setzte im Jahre 1910 ein, als im Zuge eines Höhlenforscherkongresses zuerst die Rieseneishöhle und danach die Mammuthöhle entdeckt wurden.

Die Vegetation: Vom Echerntal bis zum Dachsteinplateau

Am und um den Dachstein kommt eine üppige Vielfalt an Pflanzenarten vor, die sich mit der Meereshöhe ändert. Mit ansteigender Höhe verändert sich das Klima: die Temperatur nimmt ab, Niederschlag, Sonneneinstrahlung und Wind nehmen an Intensität zu. Pflanzen entwickeln verschiedene Strategien, um sich an die geänderten Lebensbedingungen anzupassen. Eine Anpassungsmöglichkeit ist beispielsweise die Ausbildung einer kleinwüchsigeren Form, wie das bei der Latsche der Fall ist. Andere Alpenpflanzen stellen spezifische Ansprüche an Boden und Untergrundgestein: So wächst der für das Gebiet charakteristische bewimperte Almrausch, auch Wimper-Alpenrose genannt, nur in hochmontanen Waldgesellschaften auf kalkhältigen Böden, während auf silikatischem Untergrund seine enge Verwandte, die Rostrote Alpenrose, vorkommt. Ein ständiger Begleiter vom Echerntal bis zum Plateau ist der Kahle Alpendost, eine charakteristische Art in Laub- und Nadelwäldern auf basenreichen, gut wasserversorgten Standorten.

Vom Echerntal bis zur Tiergartenhütte (ca. 500 bis 1450 m)

Hier sind üppige Bergmischwälder charakteristisch: ein typischer Laubwaldvertreter ist die Buche, im Tal selbst ist unter anderem noch die Esche anzutreffen, etwas höher der Bergahorn und die Eberesche. Typische Nadelwaldvertreter sind die Fichte und die Lärche, zu denen sich stellenweise auch die Tanne gesellt. Mit zunehmender Höhe werden die Laubbäume nach und nach von Nadelbäumen abgelöst. In der Krautschicht ist am Wegesrand unter anderem der aparte Schwalbenwurz-Enzian zu finden.

Zwischen Tiergartenhütte und Wiesalm (ca. 1450 bis 1650 m)

Mit zunehmender Seehöhe wird die Fichte nach und nach von der Lärche abgelöst, vereinzelt sind noch kleinwüchsige Laubbäume wie die Grünerle zu finden. Je weiter es aufwärts geht, umso lichter und aufgelockerter ist der Wald und umso öfter mischen sich Zirbe, Latsche und Almrausch dazu. Ein Begleiter am Wegesrand ist hier der Blaue Eisenhut. Er zählt zu den giftigsten Pflanzen Mitteleuropas und kann bei empfindlicher Haut bei einer Berührung von Blüten oder Blättern zu Nesselausschlägen führen.

Von der Wiesalm bis zum Wiesberghaus (ca. 1650 bis 1872 m)

Der Boden wird nun steiniger und karger, Kalkfelsen ragen empor und prägen die Landschaft. Der Lärchen-Zirbenwald wird immer lichter bis nur mehr einzelne Zirben zwischen Almrausch und Latschen herausragen. Die Zirbe zählt im Land Oberösterreich übrigens zu den geschützten Pflanzenarten. Im Naturschutzgebiet Dachstein ist ihre Nutzung - auch das Sammeln von Zweigen und Zapfen - verboten.

Am Plateau (ca. 1700 bis 2100 m)

Das Plateau besteht aus einem Mosaik von Felslandschaften, Almböden, Hochstaudenfluren, Latschenbeständen und Zwergsträuchern wie Almrausch und Kahlweide. Vereinzelt ragen noch Zirben empor. Charakteristisch sind auch niedrigwachsende Polsterpflanzen wie der Ennstaler Silbermantel aus der Gruppe der Frauenmantel-Gewächse. In den Höhen darüber sind aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse nur noch Pionierrasen, Moose, Algen und Flechten heimisch.

Der Weg ist das Ziel

  • Startpunkt: Parkplatz Echerntal in Hallstatt-Lahn
  • Endpunkt: Talstation Krippensteinbahn (Dachsteinseilbahnen) in Obertraun
  • Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit der Bahn nach Hallstatt, Busverkehr zwischen Obertraun (Krippensteinbahn) und Hallstatt-Lahn.
  • Gehzeit: etwa 7 bis 8 h gesamt
  • 1. Teilstrecke: Parkplatz Echerntal-Wiesberghaus (Höhenunterschied 1340 m), 4 bis 5 h (Weg 601 Wiesberghaus/Simonyhütte)2. Teilstrecke: Wiesberghaus-Gjaidalm-Krippenstein/Seilbahnstation (Höhenunterschied 230 m), etwa 3 h (Weg 654). Der Weg zwischen Wiesberghaus und Gjaidalm ist identisch mit dem Nature Trail Dachstein der Welterbe Wander Welt.

 Wegbeschreibung "Nature Trail"

Vom Parkplatz im Echerntal beginnt die Wanderung auf der Forststraße Vorbei am Denkmal des Natur- und Dachsteinforschers Friedrich Simony geht es zur Dürrenbach Brücke und zum Gletschergarten . Bereits von der Brücke aus sind die Gletschertöpfe zu sehen, die über einen Steig besichtigt werden können.

Nach der Materialseilbahn folgen wir bei der nächsten Abzweigung dem Dachsteinreitweg, um dann den links ansteigenden Waldweg zum Wiesberghaus einzuschlagen. Hier folgt bald eine Wegkreuzung, welche links auf das Wiesberghaus und geradeaus zur Quelle des Waldbaches, dem Waldbachursprung (913 m), führt (ca. 15 min). Auf dem Waldweg weiter zum Wiesberghaus queren wir mehrere Male die Serpentinen der Forststraße (Beschilderung beachten!). Bei der Tiergartenhütte (1468 m) lädt eine kleine Quelle zum Auffüllen der Getränkevorräte ein. Weiter geht es durch die mit Alpendost gesäumte Herrengasse, vorbei an der Wiesalm durch ein Meer an Alpenblumen und Almrausch, zum Wiesberghaus.

Von hier folgen wir dem Wanderweg 654 durch die Bärengasse auf die Gjaidalm. Auf der Gjaidalm angelangt, lädt die Dachsteinalm zu einer Rast ein. Von hier aus geht es weiter in Richtung Krippenstein Seilbahnstation (auf die Wegweiser achten), wo sich ein atemberaubendes Panorama der Karstlandschaft bietet.

Die schönsten Hütten auf dem Nature Trail

Schilcherhaus auf der Gjaidalm

Obertraun | Gjaidalm: Hier finden Sie das, was Sie schon oft vergeblich anderswo suchten ... Entspannung - Ruhe - Natur - Erholung in einer bezaubernden Almlandschaft am Dachsteinplateau

» Schilcherhaus auf der Gjaidalm

© Kraft | Schilcherhaus auf der Gjaidalm in der Dachstein Wanderwelt in Obertraun

Simonyhütte

Hallstatt/Obertraun | Simonyhütte: Malerisch an den Fuß des Dachsteins geschmiegt, mit einem herrlichen Ausblick, liegt die Schutzhütte auf 2.203m Seehöhe inmitten der beeindruckenden Bergwelt am Dachsteinplateau.

» Simonyhütte

© Kraft | Simonyhütte in der Dachstein Wanderwelt in Hallstatt / Obertraun bei einem Wanderurlaub in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut.

Wiesberghaus

Hallstatt | Wiesberghaus: Tauschen Sie Stress, Lärm und Hektik gegen Erholung und Entspannung in der unvergleichlichen Bergwelt des Dachsteinplateaus.

» Wiesberghaus

© Kraft | Schutzhütte Wiesberghaus in der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut

Sicherheitstipps für Wanderer

Zugegeben, die Landschaft der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut ist das “Nonplusultra“ für Wanderfreunde, Bergfexe und Naturliebhaber: Unvergessliche Touren zu den schönsten Berghütten und Almen, Panoramablick soweit das Auge reicht und Glücksmomente für die Ewigkeit! Allerdings sollten Sie nicht vergessen, dass Sie sich oftmals im hochalpinen Gelände befinden. Wie Sie eine Tour am Besten vorbereiten sollten, was in den Ricksack gehört und wie Sie sich bei einem Notfall verhalten sollten, haben wir hier für Sie zusammengestellt. Gehen Sie auf Nummer sicher – wir sehen uns beim Wandern im Salzkammergut!

Mehr Zeit zum genießen!

Um Ihnen unnötiges Suchen auf diversen Webseiten zu ersparen, haben wir für Sie nachfolgend alle relevanten Informationen zu dieser Tour zusammengestellt: Kontaktadressen, Öffnungszeiten, Fahrzeiten von Seilbahnen, Links zu öffentlichen Verkehrsmitteln und vieles mehr. So erhalten Sie alle Informationen auf einen Blick und haben mehr Zeit zum Genießen der atemberaubenden Bergwelt des Salzkammergutes.

Informationen auf einen Blick

  • Betriebszeiten der
    Dachstein Krippenstein Seilbahn
    in Obertraun am Hallstättersee
    I. Teilstrecke | Schönbergalm 29.04. - 29.10.2017
    II. Teilstrecke | Bergstation Krippenstein 29.04. - 29.10.2017
    III. Teilstrecke | Talstation Gjaid 10.06. - 29.10.2017
    Erste Bergfahrt um 8.40 Uhr ab Talstation Dachstein Krippenstein-Seilbahn!

    Bitte beachten! Letzte Bergfahrt - ab
    Talstation Dachstein Krippenstein!
    Seilbahn
    Zur Dachstein Eishöhe - Teilstrecke I 29.04.-09.06.: 15.00 Uhr
    10.06.-10.09.: 15.30 Uhr
    11.09.-29.10.: 15.00 Uhr
    zur Mammuthöhle - Teilstrecke I
    29.04.-09.06.: 14.00 Uhr
    10.06.-10.09: 14.30 Uhr
    11.09.-29.10.: 14.00 Uhr
    zur Lodge am Krippenstein - Teilstrecke I, II
    29.04.-09.06.: 16.30 Uhr
    10.06.-10.09.: 17.00 Uhr
    11.09.-29.10.: 16.30 Uhr
    zur Gjaid Alm - Teilstrecke I, II, III
    Bitte beachten! Letzte Talfahrt!
    Teilstrecke I - ab Mittelstation Schönbergalm
    29.04.-09.06.: 17.10 Uhr
    10.06.-10.09.: 17.40 Uhr
    11.09.-29.10.: 17.10 Uhr
    Teilstrecke II - ab Bergstation Krippenstein
    29.04.-09.06.:17.00 Uhr
    10.06.-10.09.: 17.30 Uhr
    11.09.-29.10.: 17.00 Uhr
    Teilstrecke III - ab Talstation Gjaid
    10.06.-10.09.: 17.20 Uhr
    11.09.-29.10.: 16.50 Uhr

  • Sicherheitstipps fürs Wandern im Welterbe
    Die besten Tipps zur Tourenvorbereitung, Ausrüstung und Notfallsituationen beim Wandern in der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut auf einen Blick. So gehen Sie auf Nummer Sicher!
    Notruf 112