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Der historische Soleweg

Gehzeit: Vier Etappen zu jeweils 10 km
Höhe: 855m (Ausgangspunkt, dann bergab)
Ausgangspunkt: Bergstation Salzbergseilbahn Hallstatt
Besonderheiten: Wunderbare Aussichten auf Hallstatt, Bad Goisern und Bad Ischl

 Eine großteils ebene, leichte Wanderung von Hallstatt längs des Sees über Bad Goisern, Lauffen und Bad Ischl nach Ebensee, entlang der ältesten Pipeline der Welt in vier Etappen zu je 10 km mit vielen Informationen zum Salzkammergut.

Wegbeschreibung des Soleweges

 Traumhafter Rundblick Der Soleweg zählt zu den schönsten Wanderwegen Österreichs und führt neben dem Hallstätter See und dem Fluss Traun zwischen Bergen und Dörfern durch das Innere Salzkammergut. Er folgt der 1607 erstmals durchgehend in Betrieb genommenen Rohrleitung von Hallstatt nach Ebensee. Da die Sole vom Rudolfsturm weg mit leichtem Gefälle hinunter rinnt, führt der Weg beständig sanft bergab. Der Soleweg ist insgesamt etwa 42 km lang (fast die Länge des Marathonlaufes) und bietet in den vier Etappen eine Fülle für die Gegend typische Themen:

„Berge, Wald und Seen"

(von Hallstatt nach Bad Goisern):

Der Soleweg von Hallstatt nach Ebensee Die sog. H&oul;lle zwischen Hallstatt-Markt und Hallstatt-SalzbergMit der Seilbahn von Hallstatt geht es hinauf zum Rudolfsturm mit seinem spektakulären Rundblick. Von dort gelangen Sie entlang des prähistorischen Gräberfeldes zum Eingang des Salzbergwerkes, wo Sie noch heute - zum Ursprung der Sole - in die faszinierende Welt der Bergleute einfahren können. Der Weg schlängelt sich durch die „Höll", an schroffen Felsen vorbei, durch lichten „Bannwald", immer mit Blick auf den romantischen Hallstätter See. Es geht über den „Gosauzwang", eine hohe Brücke über den Gosaubach, vorbei an den Druckrohren zum Elektrizitätswerk bei Steeg nach Bad Goisern, der Heimat der berühmten Wanderschuhe, der „Goiserer".

„Die Menschen im Salzkammergut"

(von Bad Goisern nach Bad Ischl):

Der Soleweg nähe Lauffen Von der Mühle in Bad Goisern geht es durch Wiesenmatten und kleine Wäldchen geruhsam im Tal entlang. Bei Lauffen kann man den „tosenden" Traunfluß sehen, eine Stelle, wo viele Salzschiffe in den Stromschnellen kenterten. Nach einer Wanderung in beschaulichen Wäldchen erreicht man das große „Kaiserjagdstandbild". Bad Ischl, berühmt durch Salzkuren und die „Salzprinzen" und durch die Liebesgeschichte zwischen Kaiser Franz Josef I. und seiner „Sissi".

"Der Verkehr"

(von Bad Ischl nach Langwies):

Es wird empfohlen, diese noch nicht ausgebaute Etappe mit der Eisenbahn (oder mit dem Fahrrad) vom Bahnhof Bad Ischl bis nach Langwies zu fahren. Für Interessierte: Der Soleweg führt auf der linken Seite der Traun in wechselnden Abständen zur Bundesstrasse.

„Die Wirtschaft"

(von Langwies nach Ebensee): Bald nach Langwies biegt der Soleweg von der Bundesstrasse weg und folgt dem weiten Schwung der Berge entlang der Ebene vor Ebensee. Der Weg führt an romantischen Gehöften, Wiesenrändern, kleinen Ansiedlungen und an vielen kleinen Bächen vorbei. Am gegenüberliegenden Traunufer ist die heutige Saline mit ihren modernsten Salzgewinnungsanlagen zu sehen. Entlang des Weges laden viele kleine Landgasthäuser zur Rast ein. Am Endpunkt des Solewegs in Ebensee empfiehlt sich der Besuch des über dem Traunsee gelegenen Heimatmuseums

Die Geschichte der ältesten Pipline der Welt

Der Gosauzwang Das Salz wird im Salzbergwerk bei Hallstatt (im Schaubergwerk ist man auf den Spuren von fast 3000 Jahren Salzabbau) aus dem Berg mit Wasser herausgelaugt. Dieses sehr salzhaltige Wasser (33% Salz) nennt man „Sole". Nur das Tote Meer enthält mit 30% fast so viel Salz. Die Sole wird in der Saline erhitzt, das Wasser verdampft und das Salz bleibt über. Früher brauchte man dafür Holz, da dieses in Hallstatt aber bald knapp wurde, errichtete man in Ebensee am Traunsee eine neue Saline. Um die Sole vom Bergwerk zur Saline zu transportieren, baute man ab 1597 eine Soleleitung aus 13.000 ineinander gesteckten Baumstämmen (Fichten und Tannen). Im Jahre 1607 wurde die Soleleitung in Betrieb genommen. So entstand die älteste Pipeline der Welt. Heute fließt die Sole durch Rohre aus Kunststoff. Der Weg darüber wird Soleweg genannt, im Volksmund der „Strähn"..

Salz findet 14.000 Anwendungen

Marktblick vom Rudolfsturm Neben den verschiedenen Sorten Speisesalz für Menschen, gibt es auch Lecksalz für Tiere. Im Winter werden weltweit die Straßen und Schienen durch Salz vom Eis befreit. Dies funktioniert übrigens nur bis minus 21°C. Kein Buch ohne Salz: Zur Herstellung der Papierfasern benötigt man Salz. Keine Seifen ohne Salz, aber auch keine Lippenstifte und andere Kosmetika. Es gäbe fast keine moderne Textilfaser ohne Salz. Auch Aluminium, Leder und Gummi werden mit Hilfe von Salz hergestellt. Unsere Autos hätten kein Benzin, werden doch die Bohrlöcher für das Erdöl mit Salz beständiger gemacht.

Heute werden weltweit etwa 200 Millionen Tonnen Salz produziert. Erst nach 250 Millionen Jahren würden wir soviel Salz produziert haben, wie sich in den Ozeanen befindet. Würde man alles Salz in den Weltmeeren herauslaugen und gleichmäßig über das Festland locker verstreuen, ergäbe dies eine Salzschicht von nahezu 100 Metern Höhe!